Indexmiete-Rechner für Gewerbe
Neue Miete oder Pacht nach Indexklausel in Sekunden: Schwellenwert, Cap, Floor und Weitergabequote — mit transparentem Rechenweg. Die Berechnung läuft auf unserem Server; Ihre Eingaben werden nicht gespeichert. Ohne Anmeldung.
Amtlicher VPI (Destatis, Stand Juli 2026)Schwellenlogik nach BGH- und OLG-Rechtsprechungkeine Datenspeicherung
Basis-Monat
Vertragsbeginn oder letzte Mietanpassung
VPI (Basis 2020=100): 103,4
Anpassungs-Monat
VPI (Basis 2020=100): 125,6
0 = keine Schwelle (jede Veränderung löst die Anpassung aus)
Erweiterte Klausel-Optionen (Vergleich, Cap, Floor, Quote)
Cap = Obergrenze, Floor = Untergrenze der Anpassung. Ein negativer Floor (z. B. −1) begrenzt eine Absenkung. Quote = Anteil der Indexveränderung, der weitergegeben wird.
Ergebnis
Quelle der VPI-Werte: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex Deutschland, Basis 2020=100, Stand Juli 2026 — bereitgestellt über die Zeitreihe der Deutschen Bundesbank; der jüngste Monatswert kann eine vorläufige Schätzung sein. Unverbindliche Berechnung ohne Gewähr — keine Haftung für Rechenergebnisse. Maßgeblich ist der Wortlaut Ihrer Klausel; keine Rechtsberatung.
Der Indexmiete-Rechner ermittelt die neue Gewerbemiete nach der Formel „neue Miete = alte Miete × (1 + Indexveränderung ÷ 100)“. Die Indexveränderung ist (VPI aktuell − VPI Basis) ÷ VPI Basis × 100, bezogen auf den amtlichen Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts (Basisjahr 2020 = 100). Viele Klauseln lösen eine Anpassung erst ab einem vereinbarten Schwellenwert aus (im Gewerbe oft 5 % oder 10 %). Indexiert wird immer die Nettokaltmiete bzw. Nettopacht, nie die Bruttomiete — deren Anwendung ist einer der häufigsten Berechnungsfehler. Cap (Obergrenze), Floor (Untergrenze) und Weitergabequote können die Anpassung zusätzlich begrenzen. Im Gewerbe gilt für Indexklauseln das Preisklauselgesetz (PrKG).
Die Logik hinter der Indexanpassung
Indexveränderung
Veränderung = (VPI aktuell − VPI Basis) ÷ VPI Basis × 100. Verglichen werden die amtlichen Monatswerte des Verbraucherpreisindex (Basis 2020=100).
Schwellenwert als Auslöser
Ist die vereinbarte Schwelle (z. B. 5 %) erreicht, wird die volle Indexveränderung angewendet — nicht nur der Teil oberhalb der Schwelle. Für Wohnraum hat das der BGH ausdrücklich entschieden (Urt. v. 26.05.2021 – VIII ZR 42/20); die Oberlandesgerichte wenden dieselbe Auslegung auf Gewerbeklauseln an (z. B. OLG Karlsruhe, Urt. v. 07.10.2025 – 19 U 167/24). Ob „mindestens“ oder „um mehr als“ gilt und ob in Prozent oder Indexpunkten gemessen wird, entscheidet Ihr Vertragstext.
Quote, Cap und Floor
Erst wird eine vereinbarte Weitergabequote angewendet, dann begrenzen Cap (Obergrenze) und Floor (Untergrenze) die Anpassung. Ein negativer Floor deckelt eine Mietsenkung.
Neue Miete
Neue Miete = alte Miete × (1 + angewendete Veränderung ÷ 100), kaufmännisch auf Cent gerundet. Indexiert wird immer die Nettokaltmiete — die Anwendung auf die Bruttomiete ist einer der häufigsten Fehler.
Vertiefung mit Beispiel im Ratgeber: Indexmiete im Gewerbe berechnen
Wichtig: Der BGH unterwirft formularmäßige Gewerbe-Indexklauseln der AGB-Kontrolle (Urt. v. 11.03.2026 – XII ZR 51/25) — eine unwirksame Klausel rechtfertigt keine Erhöhung. Mehr dazu: Wertsicherungsklausel unwirksam? Miete zurückfordern
Kurz beantwortet
Was ist der Schwellenwert einer Indexklausel?
Der Schwellenwert legt fest, um wie viel sich der VPI mindestens verändern muss, bevor eine Anpassung zulässig ist — im Gewerbe sind 5 % oder 10 % üblich. Ist die Schwelle überschritten, wird die gesamte Indexveränderung angewendet, nicht nur der Teil oberhalb der Schwelle: für Wohnraum vom BGH entschieden (VIII ZR 42/20), für Gewerbe wenden die Oberlandesgerichte dieselbe Auslegung an (etwa OLG Karlsruhe, 19 U 167/24). Maßgeblich bleibt der Wortlaut Ihrer Klausel — und deren Wirksamkeit ist eine eigene Frage.
Gilt „um mindestens 5 %“ dasselbe wie „um mehr als 5 %“?
Nein. Bei „um mindestens 5 %“ genügt eine Veränderung von exakt 5,0 %; bei „um mehr als 5 %“ muss sie darüber liegen. Der Rechner unterstützt beide Formulierungen — maßgeblich ist der Wortlaut Ihrer Klausel.
Was ist der Unterschied zwischen Prozent und Indexpunkten?
„Um 10 Punkte“ und „um 10 %“ sind nicht dasselbe: Bei einem Indexstand von 125 entsprechen 10 Punkte nur 8 %. Der Rechner kann die Schwelle in beiden Einheiten messen.
Wird die Bruttomiete oder die Nettokaltmiete indexiert?
Indexiert wird die Nettokaltmiete bzw. Nettopacht. Die Anwendung auf die Bruttomiete ist ein häufiger Berechnungsfehler und führt zu systematisch überhöhten Ergebnissen.
Kann die Indexmiete auch sinken?
Ja — wählen Sie im Rechner die Option „Erhöhung und Absenkung“, damit ein fallender VPI auch zu einer niedrigeren Miete führt. Ob Ihre Klausel eine Senkung überhaupt zulassen muss (Symmetriegebot), erklärt unser Ratgeber-Beitrag zur Indexmiete.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Ihre Eingaben werden nur zur Berechnung an unseren Server gesendet und dort weder gespeichert noch protokolliert.
Was in Ihrer Indexklausel und im restlichen Gewerbemietvertrag steckt, macht Boomerent automatisch transparent — Klauseln, Fristen und Kosten auf einen Blick (Software-Analyse, keine Rechtsberatung).